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Zeilenkamera

Bau einer Zeilenkamera aus einem alten Handscanner

Vor vielen Jahren kaufte ich meinen ersten Scanner, ein Handscanner der 256 Graustufen beherrschte. 120 DM hat er seinerzeit gekostet. Ich fand es ein echtes Schnäppchen, zumal seinerzeit Flachbettscanner noch so um die 2000 DM kosteten.

Viele Jahre lag der Handscanner nun mitsamt seiner Contollerkarte in der Bastelkiste. Bevor er im Elektroschrott landete, mußte er noch für einen Versuch herhalten: als Zeilenkamera.

Der Scanner wurde auseinandergeschraubt und die Optik von dem von dem Zeilensensor entfernt (Die sit das schwarze Ding mit der Linse, welches im ersten Bild im Gehäuse liegt). Der Scanner ist eigentlich nichts anderes als eine Zeilenkamera, nur daß diese einen festen Fokus über den Spiegel zur Papiervorlage hat, d.h. man kann weiter entfernte Bilder nicht aufnehmen.

So wurde der Zeilensensor mit Klebeband am Balgengerät mit einem ordentlichen Objektiv festgeklebt. Dann wurde der alte Rechner, der noch über ISA-Steckplätze verfügte reaktiviert, die Steckkarte und die Scansoftware installiert. Dann ging es los.

Um Bilder zu machen muß nun die Kamera auf dem Stativ gleichzeitig mit der Walze auf der Unterseite des Scanners bewegt werden. die Walze liefert die Impulse (über Getriebe und Gabellichtschranke), wenn man den Scanner in seiner ursprünglichen Funktion über das Papier bewegt.

Um Geometrisch korrekte Bilder zu machen, müßten nun die Bewegung der Kamera und die Impulse der “Papiervorschubwalze” richtig sychronisiert werden. Per Hand gelingt das natürlich nicht, war aber auch nicht Ziel des Experiments.

Trotzdem gelang es interessante hochauflösende Bilder zu machen. Ein Beispielphoto gibt es hier.

Letzendlich landete der Scanner doch im Schrott, weil das Fotografieren mit der echten Digitalkamera doch praktischer ist. Nur die grüne LED-Zeile der Beleuchtung dient noch als Beleuchtung (gut geeignet für die Dunkelkammerbeleuchtung).

Letztendlich wurde die Lampe lackiert und mit der Mhz-Anzeige eines alten Rechners ergänzt (sihe letztes Bild.

Ivo Richter, 25.12.2005